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Mix der Woche Titelbild
17. Januar 2022
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Die Songempfehlungen der Woche #4 [2022 KW2] – Minimal House

Diese Woche begebe ich mich mit dir in das Meer der subtilen Klänge des Minimal House und zeige dir seine seichten, wie auch seine turbulenten Seiten.

Nachdem ich es letzte Woche leider irgendwie verpennt habe, dir die Tage mit spannender Musik zu versüßen, starten wir jetzt neu durch. Es erwartet dich diesmal eine moderne Auswahl des Minimal House. Also halte ich die Einleitung jetzt einfach auch ganz minimalistisch und starte direkt mit dem Montag.

Montag: Unknown – B1

Wie schade, dass wir hier nicht wissen, von wem diese sanftig-warme Tanzmischung ist. Mit B1 hast du nämlich die perfekte Musik zum abendlichen „in den Socken über den Boden schlurfen“. Lasse den Montag Revue passieren und freue dich auf die kommende Woche. Vielleicht dazu ja ein Gläschen Wein oder ein Bier und ein gutes Gespräch – so mache ich es aufjedenfall.

Um das weltbekannte Sample aus Kylie Minogue’s Hit Can’t get you out of my head wird hier eine subtile Atmosphäre aufgebaut. Alle weiteren Instrumente werden minimalistisch gehalten und verleihen dem Song echte Strandgefühle.

Es ist zwar noch ein bisschen hin bis zur Strandsaison, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Meiner Meinung nach ist das auch genau das, was man an einem Montagabend so tun sollte.

Am Dienstag geht’s dann etwas energiegeladener weiter!

Dienstag: BRYZ – Senin 2

Der gebürtige Bukarester Emanuel Coman a.k.a. BRYZ ist in der Szene bekannt für seine aalglatten Grooves und beweist auch mit Senin 2 wieder die Fähigkeiten der Rumänen im Genre des Minimal House.

Aus wenigen Samples holt er eine ganze Bandbreite an Grooves heraus, welche dich, den Hörer, schlussendlich vergessen lassen, dass du ja schon fast zehn Minuten damit verbracht hast, BRYZ zuzuhören. Es ist eine dieser Besonderheiten der progressiven Musik, dass ihre Künstler es immer wieder schaffen, mit wenigen Elementen ein ausfüllendes Kunstwerk zu kreieren.

Chapeau kann ich da nur sagen, denn genau das fällt mir immer besonders schwer. Oft habe ich bei meinen Eigenkompositionen einfach das Verlangen, immer mehr Elemente hinzuzufügen und verbringe dann Stunden damit, diese irgendwie in ein harmonischen Gleichgewicht zu bringen.

Ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wird hingegen auch bei dem nächsten Song gehandelt.

Mittwoch: Triforce – Misty Moon

Das Minimal nicht immer Lo-Fi heißen muss, wird bei dem Track Misty Moon von Triforce wohl schnell klar. Im Gegensatz zu einem sehr tiefenbetonten Klang, zeigt der australische DJ, dass auch Höhen im Minimal House ihren eigenen Platz haben. Nicht umsonst legte er schließlich schon im bekannten Berliner Club Sisyphos auf.

Doch natürlich soll auch der Bass nicht zu kurz kommen. Die minimalistischen Drums erlauben es ihm, hier voll und ganz zu scheinen und dem Lied den notwendigen Schub zu verschaffen und den Hörer vom Einschlafen abzuhalten.

Es zeigt sich mal wieder die wichtige Bedeutung des Timbres als viertes musikalisches Element. Falls du noch nicht ganz genau weißt, was damit gemeint ist, schau doch mal bei diesem Post vorbei und erfahre mehr darüber, wie wir Musik heutzutage verstehen.

Nun aber mal gut mit den langsamen Liedern, schließlich steht das Wochenende bald vor der Tür und es schadet ja auch nicht, sich am kleinen Freitag schon mal etwas darauf einzustimmen.

Donnerstag: Acía & Juanße – Stellar (Tape Machine Remix)

Drehen wir also das Tempo und die Lautstärke etwas weiter hoch, so finden wir am Donnerstag dieses dissonannte Meisterwerk. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem hypnotisierenden Synthesizer und man weiß die ganze Zeit nicht ganz, ob man ihn nun weiter hören möchte oder nicht.

Das war natürlich rhetorisch gemeint – selbstverständlich möchte man ihn in so vielen Klangkonstellationen wie nur irgend möglich hören. Aber es zeigt die macht dissonanter Elemente und wieviel Spannung sie ganz alleine erzeugen können.

Gehen wir also ganz gespannt in den Freitag und schauen, was dich am Wochenende so alles vom Minimal House erwarten wird.

Freitag: Konrad Black – Scorched Earth (Barac Interpretation)

Am Freitag gibts für dich die volle Dröhnung Bass. Wenn du seinen Regler ganz hoch drehst, wirst du dich wie auf einem Boot mit ordentlich Wellengang fühlen und jeden Takt auf’s Neue den Boden unter den Füßen weggerissen kriegen.

Es zeigt sich wiedermal die wichtige Bedeutung des Zusammenspiels von Schlagzeug und Bass. Wie ich schon in meinem Post über den E-Bass schrieb, bringt es die Tanzbeine zum Schwingen und erschafft dadurch eine Art Trance, welche wir Menschen schon seit der Steinzeit in unseren Genen tragen.

Hören wir also nicht auf und tanzen wir in den Samstag, denn dort wird sich die Energie noch weiter steigern.

Samstag: Rawad Saab – Haunted

Während der Rest der Tracks dieser Woche einen sehr modernen Flair haben, würde ich sagen, dass sich bei Rawad Saabs Haunted das House vom Minimal House auf den klassischen House der 90er bezieht. Mit seinen unverhergesehen hüpfenden Synthies bildet er die Elemente von Konrad Black weiter aus.

Es ist wie eine Parallelwelt, in der Minimal House und russischer Hardbass ein Kind hatten. Natürlich heißt das, dass man zu dieser Musik auch super tanzen kann. Zwar leider momentan nicht in den Berliner Clubs, aber doch in deinem Wohnzimmer.

Genieße also trotzdem die Zeit und mach dir den Samstag mit diesem Track zu eigen. Morgen musst du nämlich schon wieder an Übermorgen denken – und das ist ein Montag. Da auch bald Prüfungen anstehen, gebe ich dir ein Stück einer meiner Lieblings-DJs mit welches mir bei den Prüfungen geholfen hat, in das richtige Mindset zu kommen.

Sonntag: Hozho – Errors on a Canvas

Tja, damit hast du jetzt wahrscheinlich nicht gerechnet. Minimal geht nämlich auch ganz anders – und wie, das zeigt der portugiesische DJ Hozho mit jedem einzelnen seiner Tracks.

Um seine Musik verbreitet sich ein ganz eigener Flair und er ist wirklich so einer dieser Typen, die mich mit ihrem einzigarten Klang seit dem ersten Hören gefesselt haben. Auch wenn ich jetzt hier eine ganze Playlists an Songs von ihm präsentieren könnte, habe ich mich ganz bewusst für Errors on a Canvas entschieden.

Das liegt daran, dass dies mein Prüfungssong des letzten Semesters war. Was ich damit meine ist, dass ich auf dem Weg zu und direkt vor jeder meiner Prüfungen dieses Lied gehört habe.

Es versetzt mich einfach in „die Zone“ und aktiviert den Modus, in dem ich einfach total fokussiert bin. Jetzt, wo die Prüfungen bald wieder kommen, kann ich dir einen solchen Track natürlich nicht vorenthalten.

Hör aber bitte auch in andere Lieder von Hozho rein. Ich bin mir sicher, dass auch etwas für deinen Geschmack dabei sein wird. Egal ob du es lieber ganz ruhig oder energiegeladen hast.

Nach so einer Woche möchte man doch am Liebsten gar nicht mehr aufhören Minimal House zu hören – und das musst du ja auch nicht.

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